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Projekte 2017

Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt in Bremen

Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

Flyer des Workshopsangebotes der Kampagne Opfer rassistischer Polizeigewalt

Die folgenden Workshops richten sich an Menschen, die wissen möchten, wie sie sich in einer rassistischen Polizeikontrolle als Zeug_innen oder (potenziell) Betroffene verhalten können / wie sie sich in einer Kontrolle als kontrollierte oder beiständige Person verhalten können.

Workshops der Gruppe KOP Bremen (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

Die kannst dich unter folgender Adresse für die Workshops anmelden:
kop-bremen@riseup.net
Es ist auch möglich, an beiden Workshops hintereinander teilzunehmen.
Die beiden Workshops sind kostenlos.

Was tun …? - Workshop für Zeug_innen

Ankündigung
Kennst Du das? Im Zug oder am Bahnhof, im Park oder mitten in der Stadt – die Polizei kontrolliert nicht-weiße Männer, Frauen, Familien. Oder Du siehst wie Polizist_innen Menschen jagen, schlagen, fesseln und weißt nicht, was Du machen sollst. Vielleicht hat es ja einen Grund. Vielleicht gab es etwas, was Du nicht mitbekommen hast. Oder Du weißt, dass irgendetwas nicht stimmt und Rassismus eine Rolle spielt. Vielleicht möchtest Du eingreifen … aber wie? Du hast Angst, was
passieren kann, wenn Du Dich mit der Polizei anlegst: Schläge? Verhaftung? Anzeige gegen Dich?
Im Workshop thematisieren wir das System rassistischer Polizeigewalt und den alltäglichen Ausnahmezustand für die Betroffenen. Ausgehend von ihren Perspektiven entwickeln wir gemeinsam Schritte praktischer
Solidarität.
Methoden: Positionsübungen, Input, Arbeitsgruppenarbeit, Rollenspiel

Was tun …? - Workshop für Betroffene
Kennst Du das? Im Zug oder am Bahnhof, im Park oder mitten in der Stadt – die Polizei kontrolliert Dich. Niemanden sonst, nur Dich. Ständig starren Dich Leute an oder behandeln Dich wie einen Schwerverbrecher. Du weißt, das ist ungerecht. Du weißt, das ist rassistisch. Aber Dir ist nicht klar, was Du tun kannst. Vielleicht möchtest Du Dich wehren … aber
wie? Du hast Angst, dass Dir etwas passiert, wenn Du Dich mit der Polizei anlegst: Schläge? Verhaftung? Anzeige gegen Dich?
Im Workshop thematisieren wir das System rassistischer Polizeigewalt. Gemeinsam tauschen wir Erfahrungen aus und entwickeln Strategien mit denen Ihr Euch wehren könnt. Ziel ist solidarische Stärke zu vermitteln.
Methoden: Positionsübungen, Input, Arbeitsgruppenarbeit, Rollenspiel

Rassistische Polizeikontrollen und racial profiling durch die Polizei sind gang und gebe – nicht nur an Bahnhöfen und Flughäfen durch die Bundespolizei wegen Verdachts auf „illegale“ Einwanderung – auch durch die städtische Polizei. Menschen werden durch meist unhaltbare „Verdachtsmomente“, beispielsweise Drogenhandel, ohne stichhaltige Anlässe festgehalten, durchsucht und in Gewahrsam genommen. In den Tagesworkshops möchten KOP, Menschen zusammen bringen, die bereits Erfahrungen mit rassistischen Polizeikontrollen gemacht haben oder potentiell gefährdet sind, und solche, die sich als ZeugIn einmischen möchten, aber nicht wissen wie. Es sollen Handlungsoptionen für alle erarbeitet werden, die vor allem über die Rechte aus der jeweiligen Position informieren und ermutigen sollen, sich zu wehren. Der Workshop soll sich sowohl an Schwarze Deutsche, Persons of Color und weiße richten, um ein solidarisches Miteinander zu fördern. In interaktiven Übungen, Diskussionen und Informationspanels soll ein Katalog an Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden, der Menschen empowern kann, sich der rassistischen Polizeipraxis fundiert entgegen zu stellen. Es wird plant die Workshops im 5 – 7 mal in Bremen anzubieten.

Antisemitismus heute

Bund Deutscher Pfadfinder_innen Bremen

In der Zusammenarbeit mit Schulen konnten BDP einen zunehmenden Bedarf an Projekttagen zu verschiedenen Diskriminierungsformen feststellen. Diesem Bedarf wollen sie nun mit einem ersten Projekttag zum Thema "Antisemitismus heute" nachkommen und ein langfristig tragendes Konzept für Projekttage für Schulen entwickeln. In erster Linie soll ein Arbeitskreis mit jungen Teamer_innen gegründet werden, die aus- und weitergebildet werden. Zur Konzeptentwicklung soll eine Fahrt nach Berlin stattfinden und sich mit Trägern vor Ort ausgetauscht werden, die bereits Workshops zum Thema aktuellen Antisemitismus entwickelt haben. Die Teilnehmenden der Fahrt bilden einen wöchentlichen Arbeitskreis, um eine Handreichung für Lehrkräfte zu entwickeln, welches ihnen eigenständiges Arbeiten zum Thema Antisemitismus ermöglicht. Diese erproben sie im Rahmen von Projekttagen an verschiedenen Schulen. Die auszubildenden Teamer_innen sollen befähigt sein, die Workshops an Schulen eigenständig durchzuführen und weitere Teamer_innen zu schulen.

Trans* im fremden Land

Trans*Recht

Zielsetzung dieses Konzeptes ist es, Ansätze zu entwickeln, um adäquate Beratungs- und Unterstützungsangebote für Trans*Personen mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund zu schaffen. Über die reine Beratung hinaus stellen Trans*Recht dar, wie ein empowerndes Umfeld für migrantische Trans*Personen entstehen kann, welche Ansätze es geben kann, innerhalb der Trans*Community eine Sensibilität für die eigene weiß-deutsche Dominanz zu schaffen und wie Räume für migrantische Trans*Personen entstehen können.

Bremen Aktionsbündnis „Menschenrecht auf Wohnen“

Gegen das Verdrängen – Wohnungen und Würde für Wohnungslose

Ankündigungsbild Menschenrecht auf Wohnen

Im März 2012 hat sich das offene Bremer Aktionsbündnis "Menschenrecht auf Wohnen" gegründet, in dem sich ganz unterschiedliche von Wohnungsnot oder Wohnungslosigkeit betroffene Personen-gruppen und Institutionen zusammenfinden. Eine Besonderheit des Aktionsbündnisses ist die breite Spanne von Aktiven, die von aktuell wohnungslosen Menschen, in Bewohnerinitiativen Engagierten, von Modernisierungsmaßnahmen Betroffenen, politisch und kirchlich Engagierten bis hin zu "Profis" aus Sozialarbeit, Verwaltung, Wissenschaft, Mieterberatung und der Wohnungswirtschaft reicht.
Das Aktionsbündnis will einen Beitrag leisten für "Wohnungen und Würde für Wohnungslose". Die Thematik soll im öffentlichen Raum anschaulich gemacht werden und es sollen Informationen über die Lebenslage von Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen und bedroht sind, angeboten werden. Mit Verantwortlichen in der Stadt soll die Dramatik der Situation diskutiert und den immer wieder zu hörenden Beschönigungen entgegengewirkt werden.
Es gilt, den Druck zur Schaffung ausreichend bezahlbaren Wohnraums zu erhöhen, dass der Senat endlich umfangreicher in sozialen Wohnungsbau investiert sowie den Leerstand nutzt um Wohnungen daraus zu machen wo immer möglich. Unser spezieller Fokus liegt jedoch auf der zeitnahen Bereitstellung von mindestens 300 einfachen und preisgünstigen Wohnungen für aktuell Obdachlose.
Ziel ist einerseits eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung der besonderen, vielfachen Benachteiligung obdachloser Menschen und eine würdevollere Akzeptanz dieser Personen an ihren Aufenthaltsorten in der Innenstadt.
Darüber hinaus geht es dem Bündnis darum, dass die verantwortlichen Akteure neue, koordinierte Anstrengungen unternehmen, diesen Menschen zu angemessenem Wohnraum zu verhelfen und sie je nach Bedarf ihren besonderen Problemen gemäß persönlich zu beraten und zu begleiten.
Das Programm kann hier eingesehen werden: Flyer Menschenrecht auf Wohnen (pdf, 1.8 MB)

BDP Mädchen_Kulturhaus Bremen

Jugend-Film-Cafe

Poster der Film-Reihe

Im Alltag werden Mädchen*,junge Frauen*und Trans*Jugendliche ständig mit stereotypen Normen& Rollenbildern konfrontiert. Darin erleben sie früh, dass die Welt angeblich in zwei Geschlechter aufgeteilt ist, denen unterschiedliche gesellschaftliche Rollen zukommen. Die Heteronormativität der hiesigen Gesellschaft, Sexismus, Trans*feindlichkeit und Homophobie lassen vielen Kindern und Jugendlichen, wenig Raum, sich selbst auszuprobieren und kennen zu lernen. Das Jugend-Film-Cafe soll demgegenüber einen solchen Raum insbesondere für queere Jugendliche schaffen. Im Rahmen dieses Projektes soll einmal monatlich das Jugend-Film-Café stattfinden. Inhaltlich beschäftigen sich die Filme mit der Fragestellung von Körper, Liebe, Beziehung, Coming Out, Alltagsbewältigung von FLIT*Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Filme werden pädagogisch begleitet und anschließende besprochen. Ein wichtiger Punkt, ist das die meisten*FLIT*Jugendlichen sich überschneidende Diskriminierungsformen erleben. Die Filme werden so ausgewählt, dass der Intersektionalitätsaspekt berücksichtigt wird. Das Film-Cafe soll dabei ein explizit niedrigschwelliges Angebot darstellen, um mit anderen Jugendlichen in Austausch zu kommen.

„Ohh Porajmos“ - Ausstellung zur Diskriminierung und Verfolgung von

Bund Deutscher Pfadfinder_innen Bremen

Flyer der Ausstellungsreihe Ohh Porajmos

Der BDP möchte die Ausstellung des Hamburger Landesverbandes der Sinti und Roma „Ohh Porajmos“ in Bremen zeigen. Es geht in dieser provokativen Ausstellung um Verfolgung und Ermordung der (deutschen) Sinti und Roma während des 2. Weltkriegs. Die Ausstellung soll vom 01. März bis 08. April 2017 im Wall-Saal der Stadtbibliothek gezeigt werden. Zur Eröffnung der Ausstellung soll zudem der Film „Dui Roma“ gezeigt werden, der eine Fahrt des jungen Rom Adrian Gaspar mit dem Sinto Hugo Höllenreiner 2009 nach Auschwitz zeigt, wo die Erlebnisse des neunjährigen Hugo im KZ erzählt werden. Adrian verarbeitet sie zu einem eindrucksvollen Musikstück, aus dem Original-Aufführungsteile im Film gezeigt werden. Die Regisseurin soll zu einem anschließenden Gespräch eingeladen werden. Im Weiteren Begleitprogramm sollen Vorträge, Buchlesungen, Filmvorführungen, Workshops mit anschließender Diskussion angeboten werden. Um junge Menschen für die Diskriminierung von Sinti und Roma zu sensibilisieren, sollen mindestens acht Bremer Schulklassen ab der 8. Klasse für einen Ausstellungsbesuch gewonnen werden. Hierfür soll ein Workshop konzipiert werden, der einführt in die Diskriminierung und Verfolgung von Sinti und Roma.