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Ausstellung „Zwischen Petition und Rebellion. Auf den Spuren des antikolonialen Widerstands in Kamerun“ - Afrika-Netzwerk Bremen e.V.

Diese Wanderausstellung erzählt die Geschichte des antikolonialen Widerstands in Kamerun. Drei
Widerstandskämpfe dienen als Beispiele für die Auflehnung verschiedener Generationen und
Gruppen gegen den rassistischen Kolonialismus Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens. Die
Ausstellung wird nacheinander in drei verschiedenen Bremer Stadtteilen zu sehen sein und von
einem pädagogischen Programm begleitet. Zum Beispiel gibt es Workshops, die sich an Jugendliche
richten, die zu Peer-to-Peer Guides für die Ausstellung ausgebildet werden. Auch digitale
Lernangebote werden als Begleitung zur Verfügung gestellt.

Beratungscafé „Share & Care“ – Fluchtraum Bremen e.V.

Mit dem Peer-To-Peer Ansatz beraten und unterstützen junge Menschen mit Fluchterfahrung als
Freiwillige andere junge Geflüchtete bei zum Beispiel Anträgen, Bewerbungen, Wohnungssuche oder
als Sprachmittler:innen. Gerade die eigene Erfahrung mit dem Ankommen in Deutschland lassen
diese Freiwilligen nicht nur zu wichtigen Peer-Berater:innen werden, sondern auch zu „Coaches“ für ​
das gesamte Team des Beratungscafés. In den Jahren 2021/22 wurde eine Handreichung mit dem
Namen „Rassismuskritisch engagiert“ erarbeitet. Auf deren Grundlage werden neue Freiwillige in
Temtreffen und Workshops in die Beratungsarbeit eingearbeitet.

Projekttag „Antisemitismus“ – Gymnasium an der Hamburger Straße

Am Projekttag nimmt die gesamt Schule Teil. Es werden verschiedene Workshops angeboten, deren
Themen auf die jeweiligen Lerngruppen angepasst sind. Inhaltlich beschäftigen sich die Workshops
zum Beispiel mit Verfolgung und Ausgrenzung von Juden* und Jüdinnen* während des NS, Anne
Frank, Antisemistismus in Alltag und Freizeit, etc. Die Arbeitsergebnisse und Eindrücke des
Projekttages werden in Form einer Ausstellung später der gesamten Schüler:innenschaft zur
Verfügung gestellt.

Beratung “Abakus – Teilhabe.barrierefrei.international“ – Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen e.V.

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage durch Menschen mit Flucht- und/oder
Zuwanderungsgeschichte nach Beratung zu deutschem Sozialrecht und Unterstützung im Umgang
mit Ämtern deutlich gestiegen. Zudem ist das Interesse an Teilhabe und der Möglichkeit, sich mit
Menschen in ähnlichen Situationen auszutauschen, groß. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu
werden, möchte der Verein dabei unterstützen Selbsthilfegruppen zu gründen, Barrieren abzubauen
in Bezug auf Behörden, deren Abläufe und Sprache und Kontakte zu bestehenden Organisationen
vermitteln. Die Vermittlung dieses Wissens wird in kleinen Teilhabetreffs stattfinden.

Veranstaltungsreihe gegen Antisemitismus - Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bremen e.V.

Über das ganze Jahr verteilt werden Veranstaltungen stattfinden, die auf unterschiedliche Aspekte
des Antisemitismus thematisieren, eine Buchvorstellung, ein Stadtrundgang, diverse inhaltliche
Veranstaltungen und workshops. Dazu gehört auch, in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für
Schule (LIS) und Erinnern für die Zukunft e.V. die Einladung von Josef Salomovic zu
Zeitzeugengesprächen an Bremer Schulen. Er hat als Kind im Ghetto Litzmannstadt gelebt und konnte
die KZ Auschwitz, Stutthof und Flossenbürg knapp überleben. Heute tritt er als Zeitzeuge in Schulen
und öffentlichen Veranstaltungen auf.

Veranstaltungsreihe „Kritik des Antisemitismus – Geschichte und Aktualität“ – Verein für bunte Kombinationen e.V.

An unterschiedliche Veranstaltungsorten und mit verschiedenen Formaten wie zum Beispiel
Buchvorstellung, Stadtrundgang oder auch Diskussionsveranstaltungen beschäftigt sich die
Veranstaltungsreihe mit der Kritik des Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart. Auch eine
Beteiligung an den jährlichen Aktionswochen gegen Antisemitismus ist geplant.

„Schwarze Kinderbibliothek“ – Partner über Grenzen e.V.

Rassismus fängt schon in Kinder- und Lehrbüchern an. Schwarze und afrodeutsche Kinder sind häufig mehrfach benachteiligt und ausgegrenzt. Sie sind unterrepräsentiert in deutschsprachigen Schulbüchern, wo sie sich und ihre Lebensrealität nicht wiederfinden. Auch Geschichten in
Kinderbüchern werden meist aus weißer und eurozentristischer Sicht erzählt. Das Projekt „Schwarze Kinderbibliothek“ will Zugänge zu diversitätsbewusster Kinderliteratur schaffen und so einen Beitrag leisten zu mehr Sichtbarkeit, Respekt und Selbstermächtigung. Das Projekt besteht aus vier
Bausteinen. Der erste ist die Zusammenarbeit mit Bremer Schulen anhand von Workshops und Veranstaltungen zur Sensibilisierung. Der zweite Baustein ist eine Bücherkiste mit Leihbüchern für Grundschulen. Als dritten Baustein gibt es eine Solche Leih-Bücherkiste auch für Pädagog:innen. Und als vierten Baustein gibt es öffentliche Veranstaltungen wie Lesungen oder einen Tag der offenen Tür für Kinder und Eltern und andere Bezugspersonen. Die finanziellen Unterstützungsmittel der Partnerschaft für Demokratie werden die Erstellung einer website unterstützen.

Film- und Gesprächsabend „Wem gehört der Himmel“ – pro familia LV Bremen e.V.: pia*Bremen/Bremerhaven

Im Kontext des queerfeministischen Kampftages am 8. März möchte pia* (pro familia in action) im CITY 46 den Film „Wem gehört der Himmel“ zeigen. Der Dokumentarfilm thematisiert Intersektionalität zeigt wichtige Zusammenhänge queerfeindlicher und rassistischer Haltungen auf
und verknüpt diese mit künstlerischen Aktionsformen. Aufhänger des Films ist dabei die Umsetzung des Selbstbestimmungsrechts in Argentiniern, mit dem insbesondere Transpersonen fundamentale Rechte und eine Anerkennung ihrer Geschlechtsidentität zugesprochen wurden. Anschließend wird
ein Fachgespräch stattfinden, zu dem Personen aus Wissenschaft, Beratung und Interessensvertretungen geladen werden

Aktionstag „Queertriarchy“ – Queeraspora e.V.

Die „Queertriarchy“ ist eine bildungspolitische, multi-/interkulturelle und vernetzende
Veranstaltungsreihe, die Queeraspora e.V. seit einigen Jahren in Bremen ausrichtet. In diesem Jahr
ist ein Aktionstag mit Live-Musik und Party geplant sowie eine Podiumsdiskussion, in der queere
Geflüchtete und Migrant:innen über queere BIPoC-Themen sprechen können. Es werden
Referent:innen eingeladen, die zum Thema Mehrfachdiskriminierung sprechen. Die
Podiumsdiskussion wird einem breiten Publikum geöffnet, um in die Öffentlichkeit wirken zu können.

#FramedinBelarus – Sozialer Friedensdienst Bremen e.V.

Das Projekt spricht junge Erwachsene an, die sich mit dem Schicksal politisch Inhaftierter Menschen in Belarus auseinandersetzen möchten. Die Teilnehmer:innen übernehmen Patenschaften für einzelne Inhaftierte und schreiben diesen Briefe. Zudem entwickeln sie gemeinsam mit der im
tschechischen Exil lebenden belarussischen Künstlerin Rufina Bazlova deren Gesamtkunstwerk weiter. Unter Anwendung traditioneller Sticktechniken setzen sich die Teilnehmenden mit der Menschenrechtslage in Belarus auseinander. Die Arbeiten werden im Anschluss in der Bibliothek des
Museums Weserburg präsentiert.

Wohnungen und Würde für Wohnungslose – Bremer Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen / Diakonisches Werk Bremen e.V.

Das Bremer Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen wird auch im Jahr 2023 wieder zahlreiche
Veranstaltungen durchführen. Geplant ist eine Ausstellung zu 10 Jahren Arbeit des
Aktionsbündnisses im Rahmen der Winterkirche Unser Lieben Frauen. Dort möchte das Bündnis mit
Besucher:innen über Ideen und Vorschläge ins Gespräch kommen. Zudem wird es ein öffentliches
Hearing mit Kandidat:innen der Bürgerschaftswahl zum Thema geben. Ein Fachtag soll das Thema
„Die Bürgerwohnung – gemeinwohlorientierten Wohnraum, Sozialwohnungen im Bestand schaffen“
erarbeiten. Dieses Thema wird auch beim „Tag der Wohnungslosen“ auf dem Bremer Marktplatz
diskutiert werden. Auch die „Achtsamkeitswege zur Obdachlosigkeit in der Innenstadt“ soll es
weiterhin geben.

Workshop und Ausstellung „Alter Wein in neuen Schläuchen“ – Building Knowledge e.V.

Es entsteht eine Wanderausstellung mit partizipativem Charakter, die die frauenfeindlichen
Dimensionen verschiedener deutscher Bräuche thematisiert. In der Phase der Umsetzung des
Ausstellungskonzepts werden Jugendliche in einem Begleitprogramm in Form von Workshops an der
Entstehung einzelner Module beteiligt. Besucher:innen sollen auch während der Ausstellung dazu
angeregt werden, ihnen bekannte Bräuche zu ergänzen und damit die Ausstellung mitzugestalten.

Veranstaltungsreihe „TRANS:FORMATION“ – Bremen Solidarity Centre (BreSoC) e.v.

Die Veranstaltungsreihe ist ein Angebot von und für BIPoC Trans*, Inter*, Non-Binary und / gender-
non-konforme Menschen in Bremen. Es wird drei Events geben, die zum Ziel haben, Austausch zu
ermöglichen und Empowerment zu schaffen. Das erste Event ist ein Workshop mit dem Thema
„Kreatives Schreiben“. Unter Anleitung eines:r Referent:in gibt es die Möglichkeit, sich kreativ mit der
eigenen Lebensrealität auseinanderzusetzen und dies in einer Gruppe zu erleben. Das zweite Event
ist ein Zine-Workshop, bei dem unter Anleitung einer Person aus der Community ein eigenes Zine
entstehen soll. Beim dritten Event findet eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion statt. Es
wird der Dokumentarfilm „Paris is burning“ aus dem Jahr 1990 gezeigt, der die Ballroom Kultur in den
USA der 1980er Jahre zeigt. Im Anschluss gibt es eine Diskussionsrunde und die deutsche Ballroom-
Szene wird vorgestellt.

„Wider die Grausamkeit“ – Dekolonial-Feministisches Tanzprojekt für mehrfach marginalisierte Personen – Bremen Solidarity Centre (BreSoC) e.V.

In sechs Wochenend-Workshops wird eine geschlossene, intersektionale Gruppe von Laien-Tänzer:
innen über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg kreativ werden. Es wird ein tänzerisches Werk
zu Körperlichkeit, Dekolonialität und Feminismus erarbeitet werden, das zum Abschluss präsentiert
werden soll. Das Projekt ist gedacht als Empowerment-Tool für Menschen mit unterschiedlichen und ​
mehrfachen Diskriminierungserfahrungen und beinhaltet unter anderem Übungen zur
Körperwahrnehmung und zeitgenössische Tanz- und Theatertechniken.

Veranstaltungsreihe „Asylsystem – Rassismus – Psychische Krisen“ – Bremen Solidarity Centre (BreSoC) e.V.

Menschen können durch strukturellen und alltäglichen Rassismus im Asylsystem, auf dem Arbeits-
und Wohnungsmarkt sowie durch Polizeigewalt psychisch erkranken. Die bestehenden staatlichen
Hilfesysteme schaffen es nicht, diese Problematik adäquat aufzufangen, was die Situation eher noch
verschärft. Diese Veranstaltungsreihe besteht aus vier Veranstaltungen mit unterschiedlichen
Formaten. Es wird einen Vortrag mit Diskussion als erste Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes in
Bremen geben. Dann einen Workshop zu gelingender Praxis und alternativen Umgangsweisen. Ein
weiterer Workshop hat Empowerment zum Thema. Die Abschlussveranstaltung wird dann als
Podiumsdiskussion der Frage nachgehen, was sich konkret in Bremer Institutionen ändern muss. Die
Veranstaltungsreihe findet in den Räumlichkeiten des Bremen Empowerment Project in Bremen-
Findorff statt.

Radio radi:able: direkt, lässig, inklusiv – Blaue Karawane e.V.

Das Radio radi:able ist ein inklusives Radioprojekt in Bremen, das bisher drei Sendungen vorbereitet
und gesendet hat. Erarbeitet werden die Sendungen von einer Gruppe aus ca. zehn Personen, die
sehr divers aufgestellt ist in Bezug auf Behinderung, Alter, Gender und soziale Klasse. Jede Sendung
hat ein Oberthema, an dem sich das Team orientiert und das von vielen Seiten in Form von
verschiedenen Radioformaten wie zum Beispiel Interviews oder Reportagen beleuchtet wird.
Diskriminierung und strukturelle Ausgrenzung werden benannt und gleichzeitig versucht die Gruppe,
diese in ihrer Arbeit zu überwinden. Radio radi:able kooperiert mit verschiedenen Akteur:innen wie
zum Beispiel der Blauen Karawane und Landesarbeitsgemeinschaften. Zudem vernetzt sich die
Gruppe mit anderen zivilgesellschaftlich engagierten Projekten wie Radio Angrezi oder FUMS United.
Die alten Sendungen sind hier nachzuhören: www.radioradiable.rocks

„AG Geschichte und Gegenwart – Solidarisches Erinnern! – Bund Deutscher Pfadfinder_innen e.V.

Dieses Projekt für junge Erwachsene thematisiert verschiedene Ausgrenzungsmechanismen und ihre
historischen Kontinuitäten. Hierzu treffen sich die Interessierten regelmäßig über einen Zeitraum von
zehn Monaten und werden von einer Historikerin angeleitet. Diese setzt jedoch nicht die Themen,
sondern leitet den partizipativen Prozess der Themenfindung an. Inhaltlich geht es um die
Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart an Beispielen wie Sinti und Roma, Geflüchtete,
Gastarbeiter:innen und Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität diskriminiert werden.
Betroffene werden hier explizit mit einbezogen. Es wird sowohl inhaltlich in Kleingruppen gearbeitet
als auch an Stadtrundgängen, Lesungen und öffentlichen Gedenkveranstaltungen teilgenommen.

Ausstellung zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus „Ausgetragen. Die Pfadfinderpost im Warschauer Aufstand 1944“ – Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V.

Polnische Pfadfinder:innen bauten im Untergrund während des Aufstandes der polnischen
Heimatarmee gegen die deutsche Besatzungsmacht in Warschau ein funktionierendes Postwesen
auf. So konnte die Kommunikation der Zivilbevölkerung aufrechterhalten werden. Die Ausstellung ist
sowohl mit deutschen als auch englischen Texten versehen und umfasst Stellwände mit
Originalbriefen, Bildern und Zeitzeugenberichten. Ergänzend gibt es Filme und Bücher und es finden
für Schulklassen und Pfadfinder:innen-Gruppen, aber auch alle anderen Interessierten Führungen
statt. Die Ausstellung wird vom 23.03. bis zum 10.04.2023 in der unteren Rathaushalle zu sehen sein.

Kunstprojekt „Die Würfel sind für dich noch lange nicht gefallen “ - Ausspann e.V.

In diesem Kunstprojekt erarbeiten Jugendliche aus gewaltgeprägten Lebensumständen innerhalb von
Workshops ihre eigene Welt anhand von selbstgemachten Fotos. Mit Unterstützung von
Künster:innen werden diese Fotos dann in einem Atelier als Kollagen auf Würfel geklebt, sodass ein
Gesamtkunstwerk entsteht. Das Projekt dient dem Empowerment der Jugendlichen. Sie werden
ermutigt, für sich selbst einzutreten und ihre Situation und Belange sichtbar zu machen.

Empowerment. „Sag Nein“ - Arabischer Frauenbund

Arabische Frauen sind in unserer Gesellschaft Mehrfachdiskriminierungen ausgesetzt. Das Projekt
„Sag nein“ bietet diesen Frauen einen geschützten Raum, in dem sie sich zweimal im Monat treffen
und austauschen können. Ziel ist es, die Selbstwirksamkeit der Frauen zu stärken und sie zu
empowern. In Rollenspielen wird zum Beispiel gemeinsam geübt werden, wie sie sich in
diskriminierenden Situationen verhalten können. Auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit
dem Thema ist Teil des Projekts. Die Werke werden am Ende des Zeitraums in einer Ausstellung
präsentiert. Zudem werden die Frauen selbst geplante Ausflüge unternehmen.