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Zum rassistischen Brandanschlag auf die Geflüchtetenunterkunft in Schwachhausen am 3.10.1991

Podiumsgespräch im Live-Stream 4.10.// 19 Uhr

Erinnerungen, Kontinuitäten, Gegenwart rechter Gewalt

Die 1990er Jahre beginnen in Deutschland mit einem beängstigenden Anstieg rechter Gewalt. Solingen, Mölln, Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und viele weitere sind bekannte Orte aus dieser Zeit, sind Chiffren geworden für rassistische Morde oder Mobs, die Menschen brennen sehen wollten. Auch in Bremen gab es zu dieser Zeit eine faschistische Tatgemeinschaft, die symbolträchtig zum ersten Jahrestag der deutschen Vereinigung zwei Brandsätze in eine Unterkunft für Geflüchtete warf. Die unmittelbare Betroffenheit war kurz ganz groß, die Täter bald gestellt und mehr oder weniger verurteilt und dann wurde vergessen: die Tat, die Betroffenen, die Bedeutung.

Und auch im Land Bremen war die rechte, rassistische, antisemitische, frauen*- und queerfeindliche Gewaltorientierung damit nicht Geschichte. Bis heute und zuletzt wieder verstärkt kommt es zu solcherart motivierten Übergriffen: Brandanschläge auf Wohnhäuser, Restaurants und ein Jugendzentrum, eingeworfene Scheiben und Drohbriefe in und an Parteibüros, ein Buttersäureanschlag auf ein queeres Zentrum, das alles in Bremen und umzu. Und bis heute finden sich in polizeilichen und juristischen Ermittlungen und in medialen Darstellungen immer wieder auch Verharmlosungen bis hin zur Täter-Opfer-Umkehr.

Wir wollen mit Menschen ins Gespräch kommen, die eigene Erfahrungen mit rechter Gewalt gemacht haben und gegen rechte Ideologie und Vorfälle aktiv geworden sind. Was war in Bremen und umzu los in den letzten 30 Jahren, wie sieht es heute aus? Hat sich im Umgang mit Gefahrenlagen und konkreten Taten etwas verändert?

Veranstalter:innen: Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus, soliport, Partnerschaft für Demokratie in Bremen und Demokratiezentrum Land Bremen
Ort: Teilnahme nur online möglich. Online-Stream auf kukoon.de (keine Anmeldung notwendig)

¹ Stimmen von Betroffenen des Brandanschlags 3./4.10. 1991 auf die Geflüchtetenunterkunft Schwachhauser Heerstraße 110

Ausschreibung 2021

Ausschreibungen

Für neue Ideen, wie zum Beispiel die Entwicklung und Umsetzung von Onlineveranstaltungen, Podcasts, Livestreams stellt die Partnerschaft für Demokratie Fördergelder zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich an die Koordinierungs- und Fachstelle.

Ihr habt Ideen, die sich gegen Diskriminierung, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rassismus wenden, braucht aber noch Geld?

Dann bewerbt euch mit eurem Projekt beim Mikrofonds!
Der Mikrofonds soll Einzelpersonen und Initiativen die Möglichkeit bieten, einfach Gelder für Aktionen gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus zu beantragen. Als Förderbetrag kann eine Summe von maximal 500,- Euro beantragt werden.
Interessierte schicken ihre Projektanträge per Mail an mikrofonds@die-buchte.de
Beschreibt eure geplante Maßnahme, Aktion oder Aktivität kurz, erklärt wofür genau ihr wie viel Geld benötigt und vergesst nicht, eine_n Ansprechpartner_in mit Adresse, Telefonnummer und Mail anzugeben. Am einfachsten benutzt ihr dafür den Mikrofonds-Antrag (doc, 2.6 MB) und lest euch vorher noch das Merkblatt (pdf, 325.3 KB) durch.

Eine Jury berät anschließend zeitnah über die eingereichten Projektanträge und entscheidet, welche gefördert werden.

Hier wird alles noch mal unkompliziert erklärt: bremen.projektegegendiskriminierung.de

Bunter Hintergrund Jugendfonds-bremen.de

Anträge an den Jugendfonds der Partnerschaften für Demokratie in Bremen können online auf www.jugendfonds-bremen.de gestellt werden.

Mit euren Aktionen könnt ihr euch für eine gerechtere Gesellschaft einsetzen!

Der Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie stellt euch das Geld dafür bereit! Als Teil der Partnerschaft für Demokratie verfügen Jugendliche über einen eigenen Fonds in Höhe von 10.000 €
Dieses Geld ist für Projekte von und für Jugendliche! Erwachsene dürfen aber unterstützen.

Wofür könnt ihr Geld beantragen?
Empowerment, Stärkung von Kinder- und Jugendrechten, Workshops, Theater, Tanz, Spiele, Broschüren, Flyer, Musik, Vorträge, Filme, Begegnungen, Ausflüge …
… gegen Rassismus, Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus, Sexismus, Abwertung Geflüchteter, Feindschaft gegen Sinti und Roma, Homo- und Trans*phobie, Diskriminierung oder extreme Rechte …

Dank Corona fallen alle deine Ferienpläne flach? Du sitzt zu Hause und machst dir nen Kopf, was gerade alles so schief läuft? Alle bleiben zu Hause und dir selbst fehlt ein sicherer Ort?

Rassismus, Sexismus und Co machen keine Corona-Vacation! Rechte Gruppen nutzen die Lage für ihre Themen aus, verbreiten Hass und Verschwörungstheorien.
Werde aktiv und reiche jetzt deine Ideen dagegen ein!

Thanks to Corona, all your holiday plans fell through? You sit at home and worry about all the things that are going wrong right now? Everybody stays at home, but you don't have a safe place?

Racism, sexism and co. don't do Corona-Vacation! Right-wing groups use the current situation to bring forward their own agenda, spreading hatred and conspiracy theories.

Get active and submit your ideas against it now!

Um dieses Engagement zu stärken wird ein Aktions- und Initiativfonds in Höhe von 66.000,-€ zur Verfügung gestellt. Die Partnerschaft für Demokratie Bremen Nord (Burglesum, Vegesack und Blumenthal) wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. In der Partnerschaft für Demokratie Bremen Nord engagieren sich Verantwortliche aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Vereine und aktive Bürger_innen.

Was wird gefördert?

· Stadtteilfeste, Projekte und Veranstaltungen, die die gesellschaftliche Vielfalt stärken
· Projekte zur Demokratie und Menschenrechtsförderung
· Projekte, die die Selbstorganisation von Migrant_innen, Schwarzen Menschen, Sinti und Roma,
sowie People of Color fördern
· Veranstaltungen, die zu rechten Strukturen und Ideologien informieren
· Argumentationstraining gegen rechts
· Projekte, die sich mit dem Thema Armut und Teilhabe auseinandersetzen
· Projekte, Fachtage und Veranstaltungen die auf Erscheinungsformen von Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aufmerksam machen.

Insbesondere zu:
- Aktuelle Formen der Islam-/Muslimfeindlichkeit
- Bekämpfung von Antisemitismus
- Maßnahmen gegen Sexismus, Homo-, Queer- und Transfeindlichkeit
- Abwertung und Diskriminierung von Roma und Sinti

Ab sofort können, Initiativen, Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Netzwerke, Träger der Jugendhilfe sowie Bildungsträger Anträge stellen.

Verfahren:
Lassen Sie sich vor Antragstellung von der Fach- und Koordinierungsstelle beraten. Wir senden Ihnen den Projektantrag zu und helfen gerne bei der Antragstellung.

Veranstaltungen

Aktionswochen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung- banner

Mit den Aktionswochen wollen wir im Bremer Norden ein Zeichen setzen gegen jedwede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und für vielfältige Lebensentwürfe eintreten. Vom 9. bis 25. September 2021 finden zahlreiche Veranstaltungen gegen Rassismus, Sexismus sowie Homo- und Transfeindlichkeit und für ein solidarisches Miteinander statt.

Die Teilnehmer*innenzahl ist aufgrund der Maßnahmen zum Infektionsschutz vor Covid-19 begrenzt. Bitte meldet Euch rechtzeitig für die Veranstaltungen an!
Für alle Veranstaltungen gelten die gängigen Hygiene und Sicherheitsmaßnahmen inklusive Maskenpflicht!

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei. Weitere Infos in den Beiträgen!

9.,16. und 23. September, Beginn 15:00 Uhr

Gemeinsam wollen wir die Geschichte einer Weltreise erzählen, die uns an die Heimatorte der Teilnehmer*innen führt. An drei fortlaufenden Terminen basteln und malen wir Situationen, die typisch für die jeweiligen Regionen sind. Welches Essen ist beliebt? Welche Sehenswürdigkeiten gibt es? Wie ist das Leben in der Familie? Die Antworten auf diese Fragen geben die selbstgeschriebenen Heimatgeschichten aus dem Koffer.

Anmeldung: antos@inneremission-bremen.de

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden.

Freitag, 10. September 2021 / 16:00 bis 18:00 Uhr

Ilka Christin Weiß, examinierte Krankenschwester, Autor*in, Dozent*in für trans*sensible Pflege, zertifizierte Berater*in für trans* Menschen ist Leiter*in des Netzwerks /der SHG Trans*NET OHZ. Doch was ist das Netzwerk/ der SHG Trans*NET OHZ und was macht dieses? Ilka Christin Weiß spricht über die Selbsthilfestrukturen für trans* Menschen außerhalb und innerhalb Bremens und erklärt, warum es so wichtig ist, dass es Selbsthilfestrukturen auf dem Land gibt.

Ort: Onlineangebot
Anmeldung: info@werkstatt-antidiskriminierung.org

Samstag, 11. September 2021 / 11:00 bis 17:00 Uhr / ab 11. Jahren

In dem Workshop schauen wir uns an, welche Bildsprache queer-feministische Bewegungen nutzen und wie dort visuelle Kommunikation funktioniert. Danach werden Siebdrucktechniken gezeigt, die Ihr auch zuhause anwenden könnt. Du kannst dann zu Themen, die Dich bewegen, ein eigenes Bild oder einen Slogan entwerfen und auf T-Shirts, Taschen und anderen Textilien drucken. Bitte mitbringen, wenn möglich: Stoffe, Taschen, Kissen oder Shirts zum Bedrucken und einen Kittel (altes Hemd oder Schürze)zum Arbeiten

Ort: Jugendzentrum Burglesum, Bremer Heerstraße 30, Burglesuum
Anmeldung: jc-burglesum@awo-bremen.de oder telefonisch unter 0421/3617123

Eine Veranstaltung im Rahmen des QueerPowerMonth Bremen

Sonntag, 12. September 2021 / 18:00 Uhr

Performative Modenschau des Ferienprojekts »UNIQUE Mut.Macht.Mode«. Mädchen aus Vegesack präsentieren ihre Kreationen gegen Diskriminierung im Alltag, zur Selbstbestimmung und ökologischen Nachhaltigkeit.

Ort: Kulturbahnhof Vegesack, Hermann-Fortmann-Straße 32, Vegesack
Anmeldung: Valentina Rojas Loa, info@mutmachtmode.org

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden

Montag, 13.September/Einlass 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Die Internationale Friedensschule Bremen und die Deutsch-Italienische Gesellschaft Bremen e. V. berichten über den in Bremen aufgewachsenen Rudolf Jacobs.
Er war 1944 Wehrmachtsoffizier in Norditalien, desertierte und kämpfte mit den Partisanen gegen die Faschisten. Bei einem Angriff ist er in der ligurischen Stadt Sarzana ums Leben gekommen. In Bremen fast vergessen und in Italien ein Held.

Ort: Gustav-Heinemann Bürgerhaus, Kirchheide 49, Vegesack

Anmeldung: info@werkstatt-antidiskriminierung.org

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden

Montag, 13. September 2021 / 17:00 - 20:00 Uhr

Krisenzeiten sind Zeiten, in denen Verschwörungserzählungen verstärkt verbreitet werden. Die Vereinfachung komplexer Realitäten bietet ein attraktives, sinnstiftendes Angebot, wenn traditionelle Deutungsmuster scheinbar nicht mehr greifen. In dem Workshop werden wir uns die Funktionen und Strukturen von Verschwörungserzählungen anschauen und beleuchten, was diese mit Antisemitismus zu tun haben. Zudem geht es um die Frage, wie wir damit umgehen können, wenn wir im eigenen Umfeld mit Verschwörungserzählungen konfrontiert sind?

Ort: Onlinevortrag für (junge) Erwachsene

Anmeldung: info@werkstatt-antidiskriminierung.org bis zum 8. September

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden

Dienstag, 14. September 2021 / 16:30 bis 18:00 Uhr

Eure Ideen sind gefragt. Wenn Ihr zwischen 14 und 27 Jahren alt seid und Eure Ideen vielen zugutekommen, dann kommt am 14. September ins NUNATAK. Ideen können zum Beispiel sein: Sommerkino, Graffiti, DJ- oder Siebdruckworkshop. Bringt Eure eigenen Ideen ein, gestaltet und entscheidet mit. Wir fördern die Teilhabe von jungen Menschen, setzen uns für eine vielfältige Gesellschaft ein und wenden uns gegen Diskriminierung und Rassismus.

Ort: NUNATAK, Kapitän-Dallmann-Straße 2, Blumenthal
Anmeldung: partnerschaftfuerdemokratie@die-buchte.de

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden.

Dienstag, 14. September 2021 / 1Einlass 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Songs, Poetry und Kabarett aus Bremen, Aleppo und Kobani: Wie kann der Klimawandel auch eine Bühne fluten? Gibt es zu Corona noch etwas zu singen? Kann man über Bremen eine euphorische Hymne schreiben? Und was sagt »der Deutsche in mir«? Auch die Sehnsucht nach der Heimat, der Blick auf Deutschland oder das Drama der Geflüchteten in Moria findet in dem Leben und den Liedern der Zollhausboys seinen Platz.

Ort: Kulturbahnhof Vegesack, Hermann-Fortmann-Straße 32, Vegesack
Anmeldung: info@werkstatt-antidiskriminierung.org

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden.

Mittwoch, 15. September 2021 / 17:00 bis 20:00 Uhr

Was ist »Antiziganismus«? Wer sind »Sinti und Roma« eigentlich? Und was hat das eine mit dem anderen zu tun? In diesem Online-Workshop geht es um die Vermittlung grundlegender Kenntnisse über die Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma. Eng damit verknüpft ist der Themenkomplex »Antiziganismus«. Antiziganismus ist als spezifische Form des Rassismus weit verbreitet, gesellschaftlich breit akzeptiert und zu wenig geächtet. Erscheinungsformen, Dimensionen und Wirkungsweisen des Antiziganismus werden im Rahmen des Workshops thematisiert, der Schwerpunkt liegt dabei auf (sozialen) Medien.

Ort: Onlineworkshop des Bildungsforum gegen Antiziganismus, Berlin
Anmeldung: info@werkstatt@antidiskriminierung.org

Donnerstag, 16. September 2021 / 10:00 bis 14:00 Uhr / ab 14 Jahren

Zwangsarbeit war ein alltägliches, sichtbares Verbrechen während der NS-Zeit. Zahlreiche Menschen aus ganz Europa und Nordafrika wurden entrechtet, ausgebeutet und unter unmenschlichen Bedingungen auf der Bunkerbaustelle eingesetzt – dabei spielte Rassismus eine zentrale Rolle. Gemeinsam wollen wir uns das rassistische System anschauen und überlegen, ob es Kontinuitäten gibt und wie sie aussehen. Dabei sprechen wir auch über den Alltagsrassismus in unserer Gegenwart

Ort: Denkort Bunker Valentin, Rekumer Siel, Bremen-Farge
Anmeldung: seminare@bunkervalentin.de

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden

Donnerstag, 16. September 2021 / Einlass: 19:30 . Beginn: 20:00 Uhr

Der Autor Burak Yilmaz wächst in Duisburg auf, postmigrantisch. Sein Bildungsweg durchkreuzt Milieus, seine Arbeit gefährliche Überzeugungen: Als Reaktion auf den Antisemitismus in seinem Jugendzentrum organisiert er Fahrten nach Auschwitz mit muslimischen Teenagern. Ein Explosionsgemisch aus Schmerz, Enttäuschung und Zugehörigkeit entsteht. »Ehrensache. Kämpfen gegen Judenhass« von Burak Yilmaz ist ein Zeugnis gegen den Hass, ein einzigartiger Lebensbericht und der Vorstoß an einen neuralgischen Punkt der deutschen Öffentlichkeit. Das Buch erscheint bei Suhrkamp am 12. September 2021

Ort: KITO - Altes Packhaus Vegesack, Alte Hafenstraße 30, Vegesack
Anmeldung: info@werkstatt-antidiskriminierung.org

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden.

Samstag, 18. September 2021 / 15:30 bis 18:00 Uhr

Du hast Spaß am Rhythmus und Lust in einer Trommelgruppe Krach zu machen? Rhythms of Resistance ist ein transnationales Netzwerk politisch aktiver TrommelGruppen, die durch den Samba inspiriert und geprägt sind. Musik, Tanz und auffällige Kleidung wird als Aktionsform genutzt, um Widerstand auf die Straßen zu tragen. Wir begleiten zum Beispiel Demos und setzen das Trommeln auch bei anderen Aktionsformen als taktisches Mittel ein. Zu dem Workshop sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.

Ort: Kulturbahnhof Vegesack, Hermann-Fortmann-Straße 32, Vegesack
Anmeldung: info@werkstatt-antidiskriminierung.org

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden

Samstag, 18. September 2021 / Einlass: 19:30, Beginn: 20:00 Uhr

Mit einer kunterbunten Mischung aus Slam Poetry, Musik, Comedy und Kabarett wandelt Sulaiman Masomi zwischen allen Genres und lässt sich mit seiner stets humoristischfeinsinnigen Art nicht in irgendeine Schublade packen. Dabei widmet er sich allen Aspekten der menschlichen Psyche und des alltäglichen Zusammenlebens in einer multikulturellen Welt. Er malt Bilder und sein drittes Programm »kunterbunt & farbenblind« ist sein neuestes Werk, in dem jedes
Wort zum Pinselstrich eines facettenreichen Gemäldes wird.

Ort: Kito, Alte Hafenstraße 30, Vegesack
Tickets (VVK 17 Euro): www.eventim.de/event/sulaimann-masomi-morgen-land-kito-vegesack-11690432

Samstag, 18. September 2021 / 14:00 bis 18:00 Uhr und Sonntag, 19. September 2021/ 12:00 bis 16:00 Uhr für Queer-Flinta*s ab 14 Jahren

Ob Kaltnadelradierung, Monotypien, Holz oder Linolschnitt: bei diesem Workshop lernt Ihr verschiedene Drucktechniken kennen, um Eure selbstentworfenen Motive auf Papiere zu drucken. Dabei kommen überwiegend recycelte Materialien wie beispielsweise Tetra Paks und Kartons zum Einsatz. An zwei Tagen habt Ihr die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Materialien und Farben zu experimentieren und Euch ohne Vorerfahrung mit dieser Kunstform vertraut zu machen. Alles, was Ihr für den Workshop braucht, gibt es vor Ort. Wenn Ihr eigenes Material habt, das Ihr bedrucken wollt, bringt dieses gerne mit. Künstler*in: Dafne Jaramillo leitet eine queere FLINTA* Jugendgruppe im Mädchen*treff »Lilas Pause« und ist Mitglied im Kunstkollektiv »Garabatos« und bei der
Gruppe »Queeraspora« in Bremen

Ort: Mädchen*treff Lilas Pause. Alte Hafenstraße 6, Vegesack
Anmeldung: lilaspause@awo-bremen.de oder telefonisch unter: 0421/651144 oder bei instagram: @lilaspause_bremen

Donnerstag, 23. September 2021 / 10:00 bis 14:00 Uhr / ab 14 Jahren

Das Team von Multi-peRSPEKTif bietet Dir Einblicke in unsere Bildungsarbeit am Denkort. Im Mittelpunkt des Workshops stehst Du, stehen wir, gemeinsam. Die Geschichten von Zwangsarbeit und Kriegsrüstung der Nazis sind nicht von gestern. Welche Erinnerungen stoßen uns auf neue Spuren und
Fragen?

Ort: Denkort Bunker Valentin, Rekumer Siel, Bremen-Farge
Anmeldung: seminare@bunkervalentin.de

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, 9. bis 25. September 2021 im Bremer Norden

Samstag, 25. September 2021 / 13:00 bis 17:00 Uhr

Am 19. Februar 2020 wurden Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Ferhat Unvar, Fatih Saraçogˇlu, Sedat Gürbüz, Vili Viorel Paˇun, Kaloyan Velkov, Hamza Kurtovic´ und SaidNesar Hashemi bei dem rassistischen Anschlag von Hanau getötet. Am 18. Juni 2020 wurde Mohamed Idrissi in Gröpelingen von Polizist*innen erschossen. Das sind lange nicht die einzigen Todesopfer von Rassismus und Rechtsterrorismus in Deutschland! Wir möchten zusammen mit Euch den Opfern
gedenken und ihre Namen in die Öffentlichkeit bringen. Hol Dir eine Blume mit einem Namensschild bei uns ab und lege sie nieder, beteilige Dich an unseren Gesprächsrunden oder bringe Dich gerne in anderer Form ein.

»Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst.«
(Ferhat Unvar)

Ort: Bahnhofsplatz Vegesack
Ohne Anmeldung

Newsletter

Banner der Partnerschaften für Demokratie

Liebe Freund*innen und Interessierte in Mitte, Viertel & Findorff sowie im Bremer Norden,

in Zeiten der Corona-Pandemie steht auch das Engagement in den Partnerschaften für Demokratie vor besonderen Herausforderungen. Die Krise verstärkt die existierenden Ungleichheiten, von denen die in den Partnerschaften engagierten Menschen selbst betroffen sind oder diese seit langem thematisieren. Sie schauen dorthin, wo Menschen unsichtbar gemacht werden oder ihre Stimme politisch nicht repräsentiert sehen. Menschen, die kein Obdach haben oder geflüchtet sind. Menschen, die kein sicheres Zuhause haben. Wichtig ist, dass wir uns sozial nicht voneinander entfernen, sondern wir Solidarität leben und mit unseren Angeboten den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

Seit unserem letzten Newsletter Ende März mussten die Vorhaben vieler der von uns geförderten Initiativen und Vereine stark an die veränderten Bedingungen und die immer noch schwer abzuschätzenden Entwicklungen während der Corona-Pandemie anpasst werden. Einige haben ihre Projekte und Vorbereitungstreffen digital fortgeführt. Und auch die Partnerschaft für Demokratie hat einen Online-Vortrag zu rechten Reaktionen auf die Corona-Krise veranstaltet: In seinem Vortrag hat sich der Politikwissenschaftler Fabian Jellonek die rechten Reaktionen auf die Corona-Krise genauer angesehen. Zwar versprechen rechtspopulistische Parteien schnelle und einfache Lösungen für komplexe Probleme der Gegenwart, doch rassistische Konzepte und Abschottung führen in der vernetzten und globalisierten Welt aus keiner Krise; im Gegenteil. Die Aufzeichnung des Vortrags findet sich unter: https://achtsegel.org/aufzeichnung-des-livestreams-ideologie-ohne-loesungskompetenz

Ab nächster Woche können Projektideen an den Jugendfonds der Partnerschaften für Demokratie online auf www.jugendfonds-bremen.de eingereicht werden. Die neue Internetseite führt mit Fragen Schritt für Schritt ganz unkompliziert zur Antragsstellung. Der Jugendfonds ist ein Topf mit Geldern für Projekte, Aktionen und Veranstaltungen von jungen Menschen. Die Mitarbeiter*innen der Naturfreundejugend kümmern sich um Unterstützung bei der Antragstellung, bei der Abrechnung und bei Fragen zwischendurch.

In diesem Newsletter stellen wir die Arbeit von soliport, einer Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, vor. Dazu gibt es wieder aktuelle Infos von den laufenden Projekten, wie die digitale Gedenkveranstaltung zum 11. Todestag von Marwa El-Sherbini, sowie Hinweise zur Umsetzung von eigenen Online-Veranstaltungen. Am Ende des Newsletters haben wir wieder Lese-, Hör-, und Filmtipps zusammengestellt.

Für die Durchführung von Online-Veranstaltungen stellt die Partnerschaft für Demokratie übrigens nach wie vor Extra-Gelder zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Fach- und Koordinierungsstelle der Partnerschaften unter: partnerschaftfuerdemokratie@die-buchte.de oder 0421 / 361 590 23

Und auch im Fall von anderen Fragen – unser Büro ist besetzt und unter den genannten Kontaktdaten sowie auf Facebook und Instagram erreichbar.

Beste Grüße,
Ihre Partnerschaft für Demokratie

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Eine Einschätzung von soliport
Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt solidarisch beraten und unterstützen

Rechtsmotivierte Gewalt macht vor einer Pandemie keinen Halt. Auch während der Corona-Krise berät, unterstützt und begleitet soliport Menschen, die aus rassistischen, antisemitischen und anderen Ungleichwertigkeitsvorstellungen angefeindet oder angegriffen werden.

Entscheidend ist dabei nicht, ob die Täter*innen sich selbst dem rechten Spektrum zuordnen oder als z.B. rassistisch, antisemitisch, trans- oder homofeindlich verstehen, sondern die Handlungen selbst sowie die Perspektive der Betroffenen. Rechte Gewalt hat viele Facetten und umfasst nicht nur körperliche Angriffe, sondern auch Beleidigungen, Bedrohungen oder Sachbeschädigungen.

In der Beratung bei soliport werden Ratsuchende in ihrem Handeln gestärkt und erfahren praktische Solidarität. Das Angebot ist kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Beraten werden neben den direkt Betroffenen auch ihr soziales Umfeld und Zeug*innen rechtsmotivierter Gewalt. Bei der Beratung stehen die Perspektiven und Bedürfnisse der Ratsuchenden im Mittelpunkt.

Als besorgniserregend beurteilt soliport den »Corona-Rassismus« zum Beispiel gegen asiatische Menschen oder Personen, die als solche wahrgenommen werden, oder die sogenannten Corona-Proteste, auf denen zum Teil offen antisemitische Äußerungen getätigt werden. Hinzu kommt ein von der Corona-Pandemie losgelöster, genereller Anstieg rechter Vorfälle in Bremen und Bremerhaven. Weitere Infos und die Möglichkeit Vorfälle zu melden gibt es in der Webchronik www.keinerandnotiz.de

soliport beobachtet, dass die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen Betroffene rechtsmotivierter Gewalt zusätzlich belasten. Wichtig ist, sie nicht allein zu lassen und beispielsweise einzugreifen, wenn Menschen beleidigt oder angegriffen werden.
Mehr Infos und Kontakt: www.soliport.de

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ONLINE-ARBEIT

Falls Sie überlegen, öffentliche Veranstaltungen als Live-Stream zu übertragen, finden Sie hier Tipps, wie die Durchführung unkompliziert gelingen kann. Vielen Dank an das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bremen für die Bereitstellung seiner Expertise.

Gute Erfahrungen wurden mit Streamyard, eine Art Online-Fernsehstudio, gemacht. Die Software kostet knapp 23 Euro im Monatsabo, das jederzeit gekündigt werden kann. Das einzige Manko: Die Software ist komplett auf Englisch.

Über Streamyard können Videos live auf Youtube, Facebook und/oder Twitch gestreamt werden. Im Hintergrund und unsichtbar für die Zuschauer*innen können alle Beteiligten in ihren Rollen agieren. Es empfiehlt sich mindestens drei Personen zu beteiligen: Moderation, technische Betreuung sowie eine weitere Person, die die Fragen des Publikums sammelt und ordnet, die über die Kommentar-Funktionen auf Youtube, Facebook oder Twitch gestellt werden.

Während des Vortrages kann mit der Referierenden live gechattet werden, um beispielsweise anzukündigen, dass in wenigen Minuten die Fragerunde mit dem Publikum beginnt oder sie bitte langsamer und deutlicher sprechen soll. Die moderierende Person kann je nach Wunsch für die Anmoderation eingeblendet und für den Vortrag wieder ausgeblendet werden, um dann für eine Fragerunde mit dem Publikum wieder auf zu tauchen. Problemlos können Powerpoint-Präsentationen gezeigt werden. Die Software ist insgesamt leicht und nachvollziehbar zu bedienen.

Ein Beispiel für einen Live-Stream können Sie hier ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=azsyu5ifEac

Bei einem Online-Livestream mit Streamyard sind einige Punkte zu beachten:
> Testlauf mit Referent*in einige Tage vor der Übertragung, damit sich alle sicher fühlen im Umgang mit der Software und mögliche Fehlerquellen ausfindig gemacht werden können
> Sicherstellung einer störungsfreien und schnellen Internetverbindung bei allen Beteiligten
> Verwendung von Headsets
> Wer während der Übertragung nicht spricht, wird stumm geschaltet
> Erstellen einer Telegram- oder Whatsapp-Gruppe zur Notfallkommunikation, falls der Stream kollabieren sollte

Über weitere Tipps und Empfehlungen sind wir dankbar!

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TIPPS

FILM:
Afro.Deutschland
Dokumentation der Deutschen Welle mit Jana Pareigis
»Woher kommst Du?« Diese Frage hört die afro-deutsche Moderatorin Jana Pareigis seit frühster Kindheit. Dabei leben seit 400 Jahren schwarze Menschen in Deutschland. Auf ihrer Deutschlandreise begegnet vielen bekannten Persönlichkeiten, die schildern, wie es ist, als Schwarzer Mensch in Deutschland zu leben - und was sich aus ihrer Sicht ändern müsste. (Dauer: 41 Minuten)

PODCASTS:
Vor Ort – gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt
Serie von NSU Watch und Dachverband der Betroffenenberatungen VBRG
In »Vor Ort« sprechen die unabhängigen Opferberatungsstellen, Betroffene und andere Expert*innen darüber, wie Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt den Alltag vieler Menschen beeinträchtigen und beeinflussen. Denn inmitten der Coronakrise wird deutlicher denn je: die Auseinandersetzung diesen Themen entscheidet zentral darüber, ob Marginalisierte noch mehr belastet, angegriffen und schutzloser werden. Oder ob Solidarität tatsächlich unteilbar ist. Unter anderem im Gespräch mit Überlebenden des Anschlags auf die Synagoge Halle und mit Aktivist*innen der »Initiative 19. Februar« in Hanau.

Chai Society
Bremen NEXT Podcast
In Refiye Ellek und Soraya Jamals Podcast geht es um das Aufwachsen zwischen verschiedenen Kulturen. Sie über alles, was in der Community Thema ist: Liebe, Familie, Freundschaft, Glaube, Ungerechtigkeit – aber auch Körperbehaarung. Dazu gibt’s eine Portion Baklava und eine Kanne Chai.

BEGRIFFE & KONZEPTE:
Antisemitismus
Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung
Das aktuelle Dossier gibt Einblicke in die Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus. Renommierte Expert*innen untersuchen darin seine Wandlungen und aktuellen Erscheinungsformen. Thematisiert werden dabei rechtsterroristischer sowie linker Antisemitismus, Herausforderungen antisemitismuskritischer Bildungsarbeit, Antisemitismus im Internet sowie Perspektiven deutscher Jüdinnen und Juden auf die Auswanderung aus Deutschland.

KURZ & BÜNDIG:
erklaermirmal
Instagram-Account
Manchmal fällt es schwer, voraussetzungsreichen politischen Diskussionen zu folgen. Oder es fehlt die entsprechende Fachsprache, um nicht nur zuzuhören, sondern sich selbst aktiv zu beteiligen. Der Instagram-Account »Erklaermirmal« greift diese und andere Probleme aus (post-)migrantischer und queerer Perspektive auf und stellt wichtige Begriffe und Konzepte aus den aktuellen politischen Debatten kurz und bündig vor.

Liebe Freund*innen und Interessierte in Mitte, Viertel & Findorff, im Januar haben wir uns viel vorgenommen für das Jahr 2020.

An der Ausschreibung vom Dezember haben sich viele Initiativen beteiligt, der Begleitausschuss hat drei Sitzungen lang getagt, um möglichst viele Projekte zu fördern. Jederzeit können sich noch Initiativen, Vereine und Einzelpersonen mit ihren Ideen einbringen und über den Mikrofonds eine Förderung von bis zu 500,– Euro beantragen.

Aufgrund der Corona-Krise werden jedoch die vielerorts geplanten Veranstaltungen, Aktionen und Kundgebungen, nicht wie geplant stattfinden. Die Netzwerktagung am 1. April in Bremen Nord musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Dennoch bleibt es wichtig, gemeinsam ein kraftvolles Zeichen gegen Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und rechten Terror setzen.

Wie geht‘s weiter?

Viele von uns sind verunsichert und wissen nicht, wann die Projekte die bereits begonnen haben und die Vorbereitungen für die anstehenden fortgeführt werden können. Der Newsletter soll ein erster Schritt sein – er soll informieren und motivieren. Denn einige der geförderten Projektträger arbeiten nicht nur über Internet weiter, sondern bieten auch ihre Veranstaltungen online an. Damit die Bildungsarbeit gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nicht zum Erliegen kommt.

In diesem Newsletter geben wir einige Tipps, wie Online-Arbeit gelingen kann.

Für neue Ideen, wie zum Beispiel die Entwicklung und Umsetzung von Onlineveranstaltungen, Podcast, Livestream stellt die Partnerschaft für Demokratie Fördergelder zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die Fach- und Koordinierungsstelle der Partnerschaften unter: partnerschaftfuerdemokratie@die-buchte.de oder 0421-361 59023

Und auch im Fall von anderen Fragen – unser Büro wird weiterhin besetzt sein. Für aktuelle Informationen und Neuigkeiten von den Projekten folgt uns auch auf Facebook (@pfdbremen) und auf Instagram (@solidarität_leben_bremen).

In diesem Newsletter stellen wir darüber hinaus unsere dieses Jahr geförderten Projekte vor. Darunter finden sich Vorträge, Rundgänge oder Workshops zu Queerfeminismus, dem Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Wohnungslosigkeit sowie zahlreichen weiteren Themen. Weiter unten erfahren Sie Genaueres zu den Projekten.

Am Ende des Newsletter haben wir Lesetipps zusammengestellt. In diese Rubrik haben wir dieses Mal tagesaktuelle Artikel, eine Handreichung sowie einen Essay aufgenommen. Wir wünschen eine anregende Lektüre!

Zuletzt noch ein Hinweis auf zwei der vielen tollen Initiativen, die Solidarität in der eigenen Nachbarschaft organisieren. Über die Homepage »Quarantänehelden« kann die Unterstützung von Menschen in Quarantäne koordiniert werden. Menschen in Quarantäne und Helfende können sich hier absprechen: https://www.quarantaenehelden.org. Eine weitere Möglichkeit ist die Nachbarschaftshilfe Bremen (http://www.nachbarschaftshilfe-hb.de)

Beste Grüße – bleiben Sie gesund, ihre Partnerschaft für Demokratie

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ONLINE-ARBEIT

Für Videokonferenzen können wir Jitsi empfehlen. Es wird hierfür kein Account und auch kein Programm benötigt, die Nutzung kann ohne Registrierung und Vorbereitung über den Browser erfolgen. Das Konferieren ist eigentlich selbsterklärend: Nach Öffnen der Seite wird ein »Raum« generiert, der sich bei Bedarf durch ein Passwort schützen lässt. Die Übertragung von Bild und Ton erfolgt verschlüsselt und gilt als sicher. Die gebotene Chatfunktion ist ebenfalls verschlüsselt. Weitere Teilnehmende können dann durch Eingabe des Raumnamens beitreten (oder eben durch Anklicken eines entsprechenden Links). Für die mobile Anwendung gibt es für iOS sowie Android auch eine App. Aktuell beobachten wir, dass es wegen der erhöhten Auslastung ab und an zu Verbindungsschwierigkeiten kommen kann.

Für größere Telefonkonferenzen gibt es Mumble . Kommuniziert wird hier in Form von (verschlüsselten) Kanälen. Wie Jitsi kann es über den Browser genutzt werden, jedoch wird eine Installation des Programmes empfohlen.

Gemeinsame Dokumente lassen sich via Etherpad erstellen, einsehen und bearbeiten. Eine mögliche Form wird bei systemli.org gehostet. Nützlich ist dieses Tool zum Beispiel für Linksammlungen, die halböffentlich zugänglich (der Link zum speziellen Pad wird benötigt) und von vielen Nutzer*innen (gleichzeitig) bearbeitet werden. Die Verbreitung erfolgt über einen generierten Link.

Für mobile Kommunikation ist Signal sehr empfehlenswert. Der Funktionsumfang ähnelt dem von bspw. WhatsApp oder Telegram. Der Unterschied liegt in der Transparenz von Verschlüsselung und Datensicherheit.

Über weitere Tipps und Empfehlungen sind wir dankbar!

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ZUM WEITERLESEN

TAGESAKTUELL:
Was hält die rechte Szene von Corona?
Europa ist wegen des Coronavirus im Ausnahmezustand. Unterdessen machen sich Rechtsextreme und Antisemit*innen ihre ganz eigenen menschen- und demokratiefeindlichen Gedanken zum Virus. Ein lesenswerter Beitrag zu Verschwörungstheorien in Bezug auf die Corona-Pandemie von Kira Ayyadi auf Belltower.News, dem digitalen Magazin der Amadeu Antonio Stiftung.

Auf Belltower News gibt es noch weitere Artikel und auch Videos zum Thema Corona und Rechte. Reinschauen lohnt sich!

Rechtsradikale Onlinenetzwerke
Das Denken des Hanauer Attentäters verweist auf internationale Netzwerke der Verschwörungstheoretiker. Diese teilen sich nicht nur ihre argumentativen Tricks mit den Rechtspopulisten. Eine Analyse von Patricia Zhubi und Alexander Reid Ross auf ZEIT online.

Rechtsextremismus online ist heute für viele Nutzer*innen zugänglich und gegenwärtig. Warum radikalisieren sich manche Nutzer*innen bis zur Gewalttat? Ein Auszug aus dem Buch »Rechte Egoshooter – Von der virtuellen Hetze zum Livestream-Attentat«, erschienen im März 2020 im Christoph-Links-Verlag)

HANDREICHUNG:
Wissen, was wirklich gespielt wird… Widerlegungen für gängige Verschwörungstheorien
(Amadeu-Antonio-Stiftung 2019, 36 Seiten)
Immer wieder ist zu hören und zu lesen vom »großen Austausch«, der »Impflüge« oder von der »Lügenpresse«. Diese Verschwörungsmythen richten sich gegen die Grundwerte liberaler Demokratien und die individuellen Menschenrechte. Nur vermeintlich wird Kritik geübt.
Die Handreichung der Amadeu-Antonio-Stiftung soll dabei helfen, gängige Verschwörungsmythen zu widerlegen und ihre Verbreitung einzudämmen.
Die gesamte Handreichung gibt es online.

HÖR-EMPFEHLUNG:
Afropod
Maciré – aktiv bei Decolonize Bremen – und Fatou sind die Hosts des kompromisslos Schwarzen Podcasts »Afropod«. In ihrem Podcast sprechen sie über die Einzigartigkeit Schwarzer Unterdrückung, Schwarzes (Über-)Leben, Widerstand und Visionen von Befreiung.